Folgende Panzerwelse pflegen wir in unseren Aquarien:
Corydoras panda
Corydoras sterbai
Corydoras aeneus
Corydoras gossei
Corydoras axelrodi
Corydoras davidsandsi
Corydoras paleatus
Corydoras melini

Allgemeine Informationen zu Panzerwelsen:
Sie gehören zur Ordnung der Welse ( Siluriformes ).
Familie: Callichthyidae – Panzer- u. Schwielenwelse.
Unterfamilie: Corydoradinae.
Gattungen:
- Aspidoras.
- Brochis.
- Corydoras. 

Corydoras


Die Körperform ist Keulenförmig und die Rückenlinie stark gewölbt mit gerader Bauchlinie. Im Allgemeinen recht kurz gebaut und von runden Körperquerschnitt.
Besondere Kennzeichen der Panzerwelse:
Ist die aus zwei seitlichen Knochenreihen bestehende Panzerung. Sie haben keine Schuppen. Die Knochenplatten sind ein guter Schutz vor Freßfeinden.
Ein weiterer Schutz:
Der Flossenbeginn von Rücken- u. Brustflossen, die ersten Strahlen sind zu harten Stacheln umgebildet. An der Rückseite haben sie Zähnchen, die wie Widerhaken wirken. Da diese Zähnchen bei vielen Arten verschieden aussehen, können sie auch für die Artbestimmung herangezogen werden.

Auffällig ist auch das Vorhandensein von einem Paar kurzer Barteln am Rande der Oberlippe.
Diese Barteln sind dicht mit Sinneszellen bedeckt.
Sie dienen:
→ Zur Orientierung in der Dunkelheit.
→ Zu Erschmecken von Futter. 


Erklärung des Namens:
Corydoras - mit Helm und Speer

Bei den Panzerwelsen gibt  es von sehr vielen Arten Artenpaare, die bei fast identischer Körperzeichnung völlig unterschiedliche Kopfformen haben u. auch gar nicht näher miteinander verwandt sind. Man spricht von Rundschnäuzern, Sattelschnäuzern, u. Langschnäuzern.

RundschnäuzerRundschnäuzer

SattelschnäuzerSattelschnäuzer

LangschnäuzerLangschnäuzer

Die drei Gruppen zeigen ein unterschiedliches Freßverhalten.
- Rundschnäuzer fressen vor allem Futterpartikel, die direkt   auf dem Sand liegen.
- Sattelschnäuzer plügen förmlich einige Millimeter durch den Sand u. erreichen dadurch etwas tiefe im Sand verborgene Futterpartikel.
- Lanschnäuzer tauchen tief bis zu den Augen in den Sand hinein u. erreichen so noch mal andere Futterpartikel.  

Rund- u. Sattelschnäuzer spucken aufgenommenen Sand, den sie nicht verwerten können, durch das Maul wieder aus. Die tiefgründelnden Langschnäuzer hingegen stossen überschüssigen Sand durch die Kiemendeckel nach hinten aus.

Die abgeflachte Bauchkante fast aller Arten ist ein deutliches Zeichen einer Anpassung an eine bodenorientierte Lebensweise. 

Auf Grund ihrer geographischen Herkunft können die Temperaturansprüche sehr verschieden sein. Panzerwelse fühlen sich bei einer Temperatur von 22 bis 26° C  am wohlsten. Kurzfristige Erhöhung od. Absenkung der Temperatur schadet in den meisten Fällen nicht.

- Marmorierter Panzerwels - Corydoras paleatus

Die Größe der Männchen beträgt ca. 6 cm, deren Färbung ist intensiver, die Rückenflosse ist höher u. spitzer als bei Weibchen. Die Weibchen werden ca. 7 cm groß. Sie sind blasser in der Färbung.
Fundort:

Übersetzung des Namens:
Corydoras - mit Helm und Speer
paleatus – gesprenkelt.

Marmorpanzerwels

Marmorpanzerwels

Panzerwels sind abwechslungsreich u. ausreichend zu füttern, dass auch die Welse genügend Futter erhalten! Einseitige Fütterung führt zu Mangelerscheinungen.Sie müssen gezielt gefüttert werden. Geeignet sind Futtertabletten die sofort zu Boden sinken. Sie fressen auch das handelsübliche Trocken- u. Lebendfutter, wie Wasserflöhe, Zyklops, weiße, rote u. schwarze Mückenlarven, Tubifex, Enchytäen, Grindalwürmchen.  

- Metall-Panzerwels - Corydoras aeneus

Metall Panzerwels

Nachwuchs des Metallpanzerwelses - drei Wochen alt.

Die Männchen werden hier ca. 7,5 cm groß u. die Weibchen ca. 9cm. 
Die Männchen sind an der schlankeren Körperform und der zugespitzten Rückenflosse von den Weibchen zu unterscheiden.
Die Weibchen sind voller in der Bauchgegend.
Übersetzung des Namens:
Corydoras - mit Helm und Speer
aeneus - aus Erz

Man sollte mindestens 5 bis 10 Tiere halten. Panzerwelse sind Schwarmtiere. Sie entfalten ihre Eigenschaften u. ihr arteigenes Verhalten erst in einer Gruppe. Um wirklich Freude an den Tieren zu haben sind mehr Männchen als Weibchen günstiger, weil dies ihrem natürlichen Leben, besonders in der Laichzeit, am nächsten kommt.
Eine Gruppe kann auch aus mehreren C. – Arten zusammengestellt werden, da sie zur Geselligkeit neigen. Sie haben keine festen Reviere u. verteidigen deshalb ihre Ruheplätze nicht intensiv u. bösartig. Sie haben keine feste Rangordnung. Die Größe der einzelnen Arten spielen dabei keine Rolle.
Nachteile: Die Tiere „spielen“ weniger.

Schrägbinden Panzerwels  - Corydoras melini

Schrägbindenpanzerwels

Die Männchen werden ca. 4 cm, sind etwas kleiner u. intensiver gefärbt als die Weibchen. Die Weibchen werden ca. 5 cm groß u. sind voller in der Bauchpartie.

In der freien Natur werden fließende aber überwiegend flache Stellen auch mit schlammigem Untergrund bevorzugt.
Auf Grund ihrer Darmatmung können sie auch unter biologisch ungünstigen Verhältnissen überleben. Panzerwelse besitzen eine zusätzliche (akzessorische) Atmung, d. h. neben dem normalen Gausaustausch über die Kiemen atmen sie auch über den Darm. Dazu nehmen sie von der Wasseroberfläche atmosphärische Luft durch das Maul auf, indem sie sich meist langsam vom Boden lösen, ein kleines Weilchen rüttelnd im freien Wasser stehen bleiben u. dann blitzschnell zur Wasseroberfläche emporschießen. Dabei können sie mitunter einige Zentimeter mit dem Kopf aus dem Wasser herausragen. Nach einer Kehrtwendung tauchen sie schnell wieder in den unteren Wasserbereich zurück.
Diese Zusatzatmung ist eine Anpassung an die natürliche Umwelt von Panzerwelsen u. lässt sich wie folgt erklären:
Sie bewohnen, wie kurz vorher erwähnt, kleine u. kleinste Flussläufe, seichte Buchten u. Seen, die in der Trockenzeit oft den größten Teil ihres Wasserbestandes durch Verdunstung verlieren u. erst in der Regenzeit wieder aufgefüllt werden. An diese extremen Umweltverhältnisse sind die Welse recht gut angepasst, weil sie den in den bodennahen Zonen des Wassers unzureichend vorhandenen Sauerstoff durch die Atmung atmosphärischer Luft ergänzen können.

- Sterba Panzerwels - Corydoras sterbai

SterbapanzerwelsDie Männchen werden ca. 7cm groß, die Weibchen ca. 8cm.

Wird ebenfalls Orange-flossen Panzerwels ge-nannt. 


 Wird gerne verwechselt mit Corydoras haraldschultzi.
Unterscheidung:
C. haraldschultzi: helle Körpergrundfärbung mit dunklen Punkten.
C. sterbai: dunkle Körpergrundfärbung mit hellen Punkten.


Nachwuchs 10 WochenNachwuchs vom Sterba 10 Wochen alt.

Panzerwelse sollten mit einem feinmaschigen Netz gefangen werden,  der entstehende Wasserdruck hemmt unsere Fangbewegungen u. verlangsamt sie. Allerdings ist auch die Verletzungsgefahr geringer.
Bei einem grobmaschigen Kescher verfangen sich die Welse oftmals im Gewebe, denn die ersten Rücken- u. Brust-Flossenstrahlen der Panzerwelsen sind sehr hart u. wie ein Sägeblatt ein- od. zweiseitig gezahnt, u. diese Strahlen werden bei Schreck- od. Gefahrensituationen fast rechtwinklig aufgestellt u. starr im Gelenk verankert. Es bereitet dann große Mühe, sie wieder frei zu bekommen, wobei oft die Fangmateralien od. die Flossen der Tiere stark beschädigt werden.

Geschlechtserkennung beim Corydoras.

Hier die Geschlechtsunterschiede, welche bei Corydoras relativ leicht erkannt werden können:


Das Weibchen mit runden Bauchflossen.

Das Männchen mit spitz zulaufenden Bauchflossen. 


Hier der Laich von Panzerwelsen:


Das Ablaichen

Die Panzerwelse beginnen meist am nächsten Morgen (es gibt auch Arten wie C. robinae, die nachts ablaichen) mit dem Ablaichvorgang. Zuerst werden die Männchen unruhig und schwimmen mit abgespreizten Flossen kreuz und quer durch das Becken. Dabei schießen einige Arten (z.B. C. aeneus) regelrecht durch das Wasser, während es andere Arten (z.B. C. sterbai) eher gemächlich zugehen lassen. Oft bilden die Männchen kleine Trupps und beginnen nach kurzer Zeit die Weibchen zu bedrängen, indem sie sie anschwirmnen und sich ihnen in den Weg stellen. Ist das Weibchen willig, so kommt es zur Paarung. Dabei klemmt das Männchen mit einer seiner Brustflossen die Barteln des Weibchens so ein, daß deren Maul etwa auf Höhe der Kloake des Männchens fixiert wird. Die beiden Bilder zeigen diese "T-Stellung". In dieser Stellung, in der das Weibchen das männliche Sperma aufnimmt, sinkt das Pärchen oft zum Boden.Noch während das Sperma aufgenommen wird, gleiten je nach Art ein bis etwa zwölf Eier in die zu einer Tasche geformten Bauchflossen des Weibchens (beii den "Zwergen" wie z.B. C. hastatus ist es immer nur ein Ei, bei meinen C. sterbai zwei bis vier und bei den C. aeneus bis zu einem Dutzend). Das Weibchen wird dann vom Männchen losgelassen und verweilt einen Moment in Ruhe. Über den Zeitpunkt, zu dem die Eier befruchtet werden, streiten sich selbst die Wissenschaftler. Eine japanische Gruppe will herausgefunden haben, daß es eine Art Bypass zwischen Maul und Kloake gibt, durch den die Spermen innerhalb des Körpers des Weibchens direkt zu den Eiern gelangen. Andere vermuten, daß die Kiemen oder die Brustflossen des Weibchens eine entscheidende Rolle spielen. Hat sich das Weibchen erholt, so beginnt es, die Eier eine Weile im Becken spazieren zu führen und eine geeignete Ablagestelle, die bei einigen Arten vorher geputzt wird, zu finden. Dabei werden sie oft schon wieder von den Männchen bedrängt.

Ist die Auswahl getroffen, klebt das Weibchen die Eier einfach an. Besonders wählerisch sind die Weibchen allerdings nicht. Pflanzenblätter, eingehängte Filterwatte oder auch der Algenmagnet werden als Laichsubstrat angenonunen. Oft werden die Eier auch einfach an die Scheiben geklebt. Die beiden folgenden Bilder zeigen das Kleben der Eier.

Dieser Vorgang wieder holt sich einige Male und kann sich auch über Stunden hinziehen. Die Anzahl der Eier, die gekelebt werden ist von Art zu Art unterschiedlich und hängt auch von der Größe der Weibchen ab.
 


C. panda
C. axelrodi

C. panda

Größe: M. bis 45 mm - W. bis 50 mm

C. axelrodi


Größe: M. bis 45 mm - W. bis 50 mm


C.davidsandi
C.gossei

C. gossei
Größe: M. bis 55 mm - W. bis 60 mm

C. davidsandi
Größe: M. bis 55 mm - W. bis 60 mm

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