Napoleon und Josefine 


Die streifenförmigen Bartagamen werden auch Pogona viticeps genannt.

Ursprünglich kommt die Bartagame aus Australien. Genauer sind wir von Zentralaustralien südlich bis in den Nordwesten von Victorias verbreitet.

Das Terrarium ist abwechslungsreich strukturiert, mit Klettermöglichkeiten und Versteckplätzen .

Das Terrarium ist auf einem stabilen Unterbau aufgestellt. Da das Gewicht ist nicht zu unterschätzen. Es ist ein heller Aufenhaltsort gewählt worden, direkte Sonneneinstrahlung ist dadurch vermieden. Denn bei direkter Sonneneinstrahlung kann das Terrarium unkontrollierbar aufheizen.      

Die Versteckmöglichkeiten sind mit künstlichem Efeu gestaltet, da wir Bartagamen unter anderem Pflanzen fressen, damit wir nicht unsere eigene Dekoration vertilgen.

Napoleon



JosefineDamit die Tiere klettern können, stehen uns Äste von gefällten Bäumen zur Verfügung.


Alle Dekorationsgegenstände sind im Terrarium so angebracht, das sie gesichert sind, damit wir sie nicht untergraben können und diese, uns, durch herunterstürzen, verletzen können.

Josefine

Napoleon


Im Terrarium herrscht eine Grundtemperatur von ca. 30˚ C. Es sind kühlere Rückzugsmöglichkeiten vorhanden, mit ca. 24 -25˚ C  Grad und ein erhöhter Sonnenplatz mit ca. 50˚ Grad , dieser ist ein Baumstumpf von einem gefällten Baum. Diesen Bereich der Thermoregulation wird durch eine Exo–Terra Sun Glo Light Beam Spotstrahler erzeugt. Nachts geht die Temperatur auf 18 – 20 C zurück.                                                    

                                                                               

Zum Baden haben wir eine Schale aus Kunststoff. Baden ist für uns nicht unbedingt erforderlich, wenn überhaupt nur aus medizinischen Gründen, z.B. bei Häutungsproblemen.


Wie man schon an unseren Namen erkennen kann. Sind wir "Männlein" und "Weiblein".

Wie man das erkennt?

Bei uns Bartagamen bestimmt man, so unser Geschlecht:

Man legt uns mit dem Schwanz  zum Halter, auf die linke Hand. Dann biegt man den Schwanz, vorsichtig, um ca. 90o nach oben, so kann man sich die Schwanzwurzel ( von der Kloake in Richtung Schwanz-Spitze ) ansehen.

Weibchen
befindet sich in der Mitte der Schwanzwurzel ein Hügel, wie eine trapezförmige Erhebung, ist es ein Weibchen.  

Josefine 

Napoleon

Männchen haben auf der Schwanzwurzel zwei längs verlaufende parallele Erhebungen, mit einer deutlichen Vertiefung in der Mitte.

Bartagamen sind eierlegend. Diese werden am Ende eines aufwändig gegrabenen Tunnels abgelegt,   Nach der Eiablage wird der Tunnel vollständig verschlossen. Die Jungtiere schlüpfen nach einer Inkubationszeit von drei Monaten.

Bartagamen sind  sogenannte „omnivore“ Tiere, sie fressen sowohl tierische als auch pflanzliche Kost. Ihnen steht eine Futterschale zur Verfügung, aus dem wir fressen können. Ansonsten bekommen sie mehrmals die Woche frische Kräuter,z.B. Basilikum aber auch auf Zuchini sind sie sehr scharf sowie Futtertiere, wie Steppengrillen, Heimschen, Mehlwürmer u. Mehlkäfer.  Sowie Fertigfutter, extra für uns Bartagemen, auf unsere
Bedürnisse vitaminisiert.

Napoleon

Was sonst noch auf ihrem Speiseplan steht bzw., stehen könnte:

Ackerwinde, Breitwegerich, Brennnessel, Gänseblümchen, Giersch, Hirtentäschel,  Huflattich, Klee, Löwenzahn, Rose, auch Früchte ( Hagebutten ), Sauerampfer, Spitzwegerich, Taubnessel, Veilchen od. Stiefmütterchen,  Vergissmeinnicht, Vogelmiere, Zaunwinde, Wicke, Holunderblüten.
Die Blüten und Blätter oben genannter Pflanzen können verfüttert werden, mit Ausnahme der Blätter des Holunderstrauches.
Begonienblüten, Dahlienblüten und –blätter, Hibiskusblüten und –blätter, Magonienblüten, Petunienblüten, Rosenblüten und –blätter. Brombeer-, Himbeer- und Erdbeerblätter.
Erbsen, Linsen, Luzerne, Mungobohnen, Sojabohnen, Sonnenblumen und Weizen. Basilikum, Dill, Kresse, Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin, Salbei, Zitronenmelisse.
Broccoli, Bohnen, Chicoree, Chinakohl, Endivie, Fenchel, Gurke, Karotten, Kürbis, Mais, Okra, Porree, Radicchio, Rote Beete, Rucola-, Endivien- und Romana-Salat, Sellerie, Zuccini.

Obst sollten sie nur selten und in geringer Menge angeboten bekommen. Und wenn, nur zusätzlich, und zwar folgendes:

Bananen, Mango, Melone, Papaya, Erdbeeren, Kernobst: wie Äpfel, Birnen, Trauben, Kirchen, natürlich ohne Kerne.                                

Nicht geeignet sind sämtliche Kohlsorten, mit Ausnahme von Chinakohl. Wir bekommen                                          keine Lebensmittel, die durch Pestizide und andere Chemikalien belastet sind,

 ausschließlich Bioprodukte. Gemüsesorten mit wenig Feuchtigkeitsanteil sind zu bevorzugen. Bei zuviel  Flüssigkeit können Verdauungsprobleme auftreten. Das Verhältnis der

Futterarten sollte bei uns adulten Tieren ca. 70 : 30 zu gunsten der pflanzlichen Bestandteile sein, bei Jungtieren 50 : 50. Zur Kalziumversorung steht uns ein Schälchen mit zerkrümmelter Sepiaschale zur Verfügung bzw. werden direkt ins Becken rein gebracht, in Form von Vogelsand, als letzte Schicht, Bodengrundausstattung.

 

Sämtliche Pflanzenteile werden in maulgerechten Stücken angeboten, da wir sie dann bereitwilliger fressen. Um ein übermäßiges Anhaften von Sand zu vermeiden, werden uns die Pflanzen in einer Schale „serviert“

 

Gammarus fressen wir auch gerne.

 

SteppengrilleSteppengrille

Bartagamen sind recht gefräßige Gesellen sind, muss bei der Menge an Futterdarauf
geachtet werden, dass wir nicht  verfetten. Bei den, adulten Tiere reicht es daher, wenn
sie zweimal pro Woche Lebendfutter erhalten, pflanzliche Nahrung  wird bis auf  einen
generellen Fastentag pro Woche.                                                                                                       


Napoleon

WanderheuschreckeWanderheuschrecke

Weitere Futtertiere, die man Bartagamen anbieten kann:

Wanderheuschrecken, Argentinische Schaben, Larven des großen Schwarzkäfers ( Zophobas morio ), Höhlengrillen, Zweifleck-Grillen.

Fütterungsintervall:
Bartagamen
 im Alter von zu vier Monaten:  2x Täglich.
 im Alter von zu zehn Monaten: 1x Täglich.
 im Alter über 10 Monaten:        3-4x die Woche.               

Hier sind wir beim fressen von Mehlwürmern.

Mehlwürmer

Bartagamen sind Ansitzjäger, sie beobachten das Beutetier zunächst, um dann im Sprung od. in einem kurzen Sprint zuzuschlagen.

Napoleon beobachtet eine Grille

Napoleon mit einer Akrobatikvorstellung beim Fressen.

Napoleon

Ihrem ruhigen Wesen entsprechend ist der Umgang mit ihnen nicht schwer, trotzdem achtet und respektiert man ihren „Charakter“, wenn sie gehalten oder gegriffen werden müssen, werden wir nicht von oben gegriffen, da einige ihrer Fressfeinde in der Natur auch von oben jagen, z.B. Greifvögel. Bei uns muss darauf geachtet werden beim ergreifen das ihre Beine nicht frei in der Luft hängen, sondern die Handflächen werden als Auflage genutzt. Dabei werden sie von vorne unter unserem  Körper gegriffen und werden langsam vom Untergrund abgehoben. Mit dem Daumen wird ihr Körper fixiert.

Wir, Napoleon und Josefine geben außer seltenem Fauchen keine Geräusche von uns, und das unbewegliche Gesicht verhindert jegliche Mimik. Unsere innerartliche Verständigung läuft über die Körpersprache, wie Kopfnicken, Armwinken, Maulaufreißen, Schwanzanheben, Färbung von Bart und Schwanz, ab.

Unsere  typischen Kennzeichen und Mittel zur Kommunikation sind unser „Bart“ sowohl das Nicken mit dem Kopf. Es gibt zwei Erscheinungsformen des Nickens. Zum einen, schnelles, heftiges Nicken. Man sieht dies häufiger bei den Männchen. Es ist ein Bestandteil von Kämpfen und des Balzverhaltens. Die Wirkung kann durch Schwarzfärben des Bartes unterstützt werden. Oder, langsames, leicht federndes Nicken, dies wird meist von den Weibchen gezeigt, wenn sie zur Paarung bereit sind, od. zur Beschwichtigung, auch von kleineren Männchen, als ein Zeichen der Unterwürfigkeit.

Der Bart ist mit Stacheln besetzt und liegt an der Kehle des keilförmigen Kopfes. Der Bart wird durch zwei Knochen, dem Zungenbeinapparat aufgestellt. Durch aufstellen, spreizen des Bartes mit gleichzeitiger Schwarzfärbung ( auch der Schwanzspitze ) und Nicken, machen wir unser Rangansprüche gegenüber anderen Artgenossen od. auch dem/den Pfleger/innen. Dieses Kommunikationsmittel wird sowohl für die Begrüßung, Bedrohung, Machtausdruck
( Dominanz und Unterordnung ), aber auch als Balz eingesetzt.


Das charakteristische Merkmal von uns Bartagamen ist eine um das Kinn verlaufende Falte, die mit Hilfe einiger Äste des Zungenbeins aufgestellt werden kann und dann wie ein Bart wirkt.Hier ist eindeutig mein schwarzer Bart zu sehen, sowie das ich meinen Bart aufgestellt habe.


Witzig ist das Winken mit den Vorderbeinen. Es ist aber nicht mit dem von Menschen kennen enden Begrüßungsgeste gleichzusetzten, bei uns Bartagamen wird es gezeigt bei der Begegnung mit Ranghöheren, kleinere Exemplare winken gegenüber größeren, od. als Beschwichtigung.

Aber auch das extreme Abflachen des Körpers, haben wir im Verhaltensreportiere (z.B. an den Untergrund pressen, mit Dunkelfärbung = Angst).

Durch die jeweiligen gezeigten Färbungen von uns, Bartagamen, lassen sich Stimmungen, wie Aggression, Angst, Stress, Erregung usw. od. auch körperliches Befinden, unwohl sein, zu warm, zu kalt, ablesen und erkennen.


Wir  können uns aufblähen, aussehend wie eine Schildkröte, mit gleichzeitiger Hellfärbung um uns aufzuwärmen, od. nur um größer und beeindruckender zu wirken. 


Wir sind wechselwarm, das heißt wir sind nicht in der Lage, unsere Körpertemperatur physiologisch zu regulieren, somit sind wir von der Umgebungstemperartur und der Sonneneinstrahlung abhängig.        

Des Öfteren haben wir unser Maul geöffnet. Dies dient uns einerseits zur Abkühlung. Wir hecheln, um uns durch die Verdunstungskälte abzukühlen, die an den gut durchbluteten Schleimhäuten entsteht.       

Josefine


Seigt die Körpertemperatur weiter an, suchen wir uns schattige Stellen. Dadurch können wir unsere Körpertemperatur in begrenztem Maße ein wenig regulieren.

Von der Umgebungstemperatur hängt es ab, wie unsere Färbung od. wie aktiv wir sind. Je kälter die Temperatur ist, desto dunkler sind wir gefärbt und desto inaktiver verhalten wir uns. Erst wenn wir uns mit Hilfe der Sonneneinstrahlung genügend aufgewärmt haben, hellt sich unsere Färbung auf und Aktivtäten wie Jagen, Fressen, Verdauen und soziale Interaktionen werden ausgeführt. Sobald die Körpertemperatur unter eine bestimmte Schwelle gesunken ist, müssen wir erneut einen sonnigen Platz aufsuchen. Wir, Bartagamen ertragen eine Temperatur bis zu 50 Grad, dennoch laufen wir Gefahr, bei einem ausgedehnten Sonnenbad Gefahr, an Überhitzung zu sterben.

Wir 2 „Bartis“ sind von Natur aus zahm. Trotzdem sollte man nicht vergessen, das wir vom Ursprung her, Wildtiere sind. Wir besitzen unterschiedliche Persönlichkeiten. Napoleon bleibt einfach stehen, wenn man ihn aufheben möchte. Ich, Josefine hingegen neige dazu von der Hand zu fliehen.

Wir Bartagamen können unsere Augenlider aufblähen, dann sehen wir aus wie kleine Frösche, so reinigen wir unsere Augen.

Bei Revier- und Rangkämpfen nehmen wir beide teil. Wir umkreisen uns einander und versuchen uns gleichzeitig in die Schwanzwurzel zu beißen. Der Unterlegene zieht sich dann aus dem Blickfeld des anderen.

 

Wir sind gesund.

Das erkennt man daran:

Wir sind vom Verhalten aufgeweckt und wachsam. Unsere Augen sind wachsam, ohne Absonderungen od. Verkrustungen. Wir haben eine trockene Nase ohne Ausfluss. Eine saubere Kloakenöffnung ( die Analregion ), einen kräftigen Schwanz, sowie kräftige Schenkel ( im Verhältnis zu unserer Größe ). Wir haben ein Bäuchlein, einen kräftigen Kiefer, die vollständig schließen, ohne Schwellungen od. Ausfluss. Wir wirken schwer für unsere Größe.

Wir erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 50 - 56 cm.  Ungefähr die Hälfte dieser Länge macht der Schwanz aus. Wir zeichnen uns durch einen abgeflachten, seitlich leicht verbreiterten Rumpf und einen dreieckigen, mit großen Schuppen versehenden Kopf aus.

Josefine

Der Bart ist gut entwickelt. Sowohl Vorder- als auch Hinterbeine sind kurz und wirken kräftig.  An beiden Seiten des Bartes und in der Kehlregion, sind Stacheln erkennbar. 


Die ovalen Ohröffnungen sind gut sichtbar.

Napoleon


Weitere Stachelreihen befinden sich oberhaltb des Trommelfells, am Hinterkopf, an den Maulwinkeln und an beiden Seiten entlang bis zum Schwanz. Vor allem die seitlichen Stacheln erscheinen bei Berührung eher weich und gummiartig.


Die Körperoberseite ist mit einer Rautenzeichnung versehen; der Bauch ist hellgrau bis weiß gefärbt, einfarbig hell mit teilweise leichten Schattierungen oder Flecken.


Sowohl Vorder- als auch Hinterbeine sind kurz und wirken kräftig.




Wir, streifenförmigen Bartagamen sind die am häufigsten zu beobachtbare Bartagame  Australiens. Wir leben in Savannen, Steppen, Trockenwald  mit kurzem Gras sowie in Halbwüsten in Ost- und Zentralaustralien. Man trifft unsere Verwandten, westlich der Great Dividing Range, im südöstlichen Queensland, im südöstlichen Northern Territory, im westlichen New South Wales, im nordwestlichen Victoria und im östlichen South Australia.

Die Vegetation dieser Gebiete besteht aus Gräsern und Büschen sowie vereinzelten Bäumen.

Es ist extrem trocken, da die jährliche Niederschlagsmenge weniger als 500 mm beträgt. Auch jahrelange Trockenphasen sind keine Seltenheit. Wenn es aber einmal regnet, kann es zu monsunartigen Regengüssen kommen.

Demnächst erzählen wir wie wir uns fortpflanzen. Über Inkubation der Eier, den Schlupf der "Jungen" und die Aufzucht, sowie über Krankheiten die unsere Art bekommen können und über die verschiedenen Farb- und Zuchtformen.

Hier noch einige Bilder von uns:

Napoleon und Josefine


Napoleon


Napoleon und Josefine


Napoleon und Josefine


Josefine


Napoleon


Napoleon


Josefine


Napoleon


Napoleon


Napoleon


Josefine


Josefine


Josefine


Napoleon und Josefine


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